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Terminplanung Aktivitäten 2021

Datum
Art der Begegnung
fällt aus
Jubiläum 50+1 Jahre Stadtrechte Bargteheide (bitte die offiziellen Seiten der Stadt Bargteheide beachten)
09.05.2021
Europatag
18.06.-21.06.2021
Delegation aus Bargteheide in Déville
09.08.2021
Informationsabend in der VHS zur Studienreise nach Polen (17.10.-24.10.2021)
17.09.-19.09.2021
Delegation aus Żmigród in Bargteheide
17.10.-24.10.2021
Studienreise nach Südpolen
19.11.-21.11.2021
Arbeitssitzung mit Déville in Bargteheide


Städtepartnerschaft geht Online


Erster virtueller 'Kommunaler Dialog Zmigród – Bargteheide'

Corona betrifft alle Bereiche, somit auch die Städtepartnerschaften. Sollen sie weiterhin mit Leben erfüllt werden, müssen wir sie zurzeit 'online' führen.

Ein Format dieser Art hat der Europaverein Bargteheide gemeinsam mit der Stadtverwaltung Zmigród entwickelt. Bürgerinnen und Bürger beider Städte treten miteinander in Kontakt und referieren über bestimmte Themen. Interessierte aus beiden Kommunen sind eingeladen, sich dazu zuschalten und haben im Anschluss die Möglichkeit, beiden Referenten Fragen zu stellen und auch untereinander zu diskutieren.

Die erste Veranstaltung dieser Art fand am Dienstag, dem 23.März 2021, statt. Die Bargteheider Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht sowie ihr Kollege aus Zmigród, Robert Lewandowski, waren als Referenten geladen zum Thema "Die aktuelle Situation in beiden Städten". Diese Veranstaltung mit Pilotcharakter konnte nur von einem mit Fragebogen ausgestatteten 'Testpublikum' verfolgt werden, alle weiteren werden für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Martina Vollrath, Vorsitzende des Europavereins, führte in den Abend ein, der Polenexperte des Europavereins, Christof Leidner, und Anna Skocz vom Referat für Bildung, Öffentlichkeitsarbeit und NGOs des Żmigróder Rathauses übernahmen gemeinsam die Moderation. Beide Referenten stellten sehr anschaulich die durch Corona bedingten Probleme ihrer Kommunen dar, die Auswirkungen auf die Menschen aller Altersschichten und die Mittel, mit denen versucht wird, diese Pandemie einzudämmen. Dabei wurde deutlich, dass sich die Situation in beiden Städten nicht sehr unterscheidet.

Robert Lewandowski hob hervor, dass er seit Beginn der Pandemie in der Verwaltung Präsenz unter entsprechenden Hygienebedingungen dem Homeoffice vorgezogen habe, um den normalen Service für die Bürgerinnen und Bürger so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Im Laufe der Zeit kam es unter den 50 Mitarbeitern zu 15 Infektionsfällen (in Polen liegen die Inzidenzen höher als in Deutschland). Die Entscheidung hält er auch im Nachhinein für richtig. Bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedankte er sich für deren aufopferungsvollen Einsatz in diesen schwierigen Zeiten.

Das Leben sei, so berichtet er, zu Beginn der Krise im Zeitlupentempo abgelaufen. Dort war, wie auch bei uns, eine große Angst vor dem Virus immer präsent, die Menschen blieben Zuhause und widmeten sich Dingen, die vorher eher zu kurz gekommen waren. Um die Bürgerinnen und Bürger zu beruhigen bzw. auf dem Laufenden zu halten, wurden über die Medien alle 2 Tage Informationen über die aktuelle Lage verbreitet. Eine entsprechende Funktion hat der in Bargteheide von Frau Kruse-Gobrecht und ihrem Team erarbeitete Flurfunk.

Viele Firmen wurden geschlossen, unsicher, inwieweit sie Unterstützung bekommen würden, Hotels, Touristikunternehmen wurden von öffentlichen Gebühren bzw. Mietzahlungen an die Gemeinde vorübergehend befreit. Die Kommunen des Kreises Trzebnica spendeten gemeinsam Geld für Beatmungsgeräte im Krankenhaus, für Corona Tests, um die bis dahin langen Wartezeiten etwas zu verkürzen.

Pläne der Kommune für 2021, wie die Erweiterung der Grundschule und die Errichtung eines Hallenbades, konnten trotz der schwierigen Lagen in Angriff genommen werden, für ein großes Logistikzentrumdirekt an einer Schnellstraße sind Gespräche mit 3 Investoren im Gang. Für Zmigrod bedeutet das ein erhöhtes Gewerbesteueraufkommen sowie weitere Arbeitsplätze.

Die Gesundheit der Bürger sowie auch die Klimaverbesserung sind Robert Lewandowski ein besonderes Anliegen. Beiden dient z.B. der Ausbau des Radwegenetzes. Das Jahr 2021 wurde zum 'Fahrradjahr' erklärt In diesem Zusammenhang bemüht die Stadt sich auch um Touristen, für die ein Hostel mit 50 günstigen Übernachtungsplätzen errichtet werden soll. Zusätzlich hat sie Fahrräder angeschafft, die über ein Verleihsystem an Bürgerinnen und Bürger sowie Touristen verliehen werden, eine Einrichtung, die auch die Bargteheider Bürgermeisterin sich sehr gut für ihre Stadt vorstellen kann. Im Austausch für dieses System bot sie Lewandowski den gerade von der Stadt verabschiedeten Klimaaktionsplan an.

Es wäre nicht das erste Mal, das Aktionen der einen Stadt durch Impulse der anderen ins Leben gerufen werden. Bereits der Kijub und die Unterzeichnung des Projekts 'Kinderfreundliche Kommune' sind aufgrund von Impulsen aus Zmigrod entstanden.

Viele Gemeinsamkeiten gibt es auch in den Schulen. Vorgehensweisen während der Pandemie ähneln sich, und eben auch die Probleme, die die plötzliche Umstellung auf digitales Arbeiten mit sich gebracht hat. Und in Zmigrod ist es wie in Bargteheide, die Schüler*innen sind müde, haben das Homeschooling satt und sehnen, wie wir alle, wieder normale Zeiten herbei.

Der Einladung zu diesem ersten Dialog folgten auf deutscher Seite Mitglieder aus der Verwaltung beider Städte, der VHS, der SPD- und der CDU-Fraktion sowie weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Das Fazit am Ende dieser mehr als zweistündigen Veranstaltung war durchweg positiv. Die Pandemie stellt uns über die Grenzen hinweg vor dieselben Aufgaben. Da hilft es sehr, sich auszutauschen, sich gegenseitig Mut zuzusprechen und dort, wo es möglich ist, sich auch zu unterstützen. In diesem Zusammenhang würdigte Robert Lewandowski noch einmal die Verbundenheit beider Städte gerade auch in dieser Krise. Gute Freunde, so betonte er, erkenne man erst in schweren Zeiten.

Ein gelungener Abend, der allen gezeigt hat, dass trotz Globalisierung und Digitalisierung Städtepartnerschaften kein Auslaufmodell sind – im Gegenteil.


Studienreise Südpolen 2021


Willkommen in Polen - Den Europäischen Nachbarn entdecken

Studienreise nach Südpolen vom 17.10.-24.10.2021

Die gemeinsame Veranstaltungsreihe "Willkommen in Polen - Den Europäischen Nachbarn entdecken" wurde zwischen Europaverein und VHS im Jahr 2019 ins Leben gerufen. Im Frühjahr 2021 organisiert nun der Europaverein e.V. Bargteheide vom 17.10.-24.10.2021 eine Busreise nach Südpolen. Die Route führt ins Riesengebirge, Schweidnitz, Kreisau, Krakau, HoheTatra, Breslau und endet mit kurzen Besuch in unserer Partnerstadt Żmigród. Es wird eine Deutschsprachige Reiseleitung von / bis Bargteheide geben.

Detaillierte Informationen und die Anmeldemodalitäten finden Sie hier:

Riesengebirge, Krakau, Breslau, Zmigrod - 8 Tage
Termin: 17.10.-24.10.2021
1. Tag Anreise
Anreise ins Riesengebirge. Begrüßung im Hotel. Abendessen und Übernachtung im Riesengebirge...

...für weitere Information bitte hier klicken: Studienreise Südpolen 2021

...Sie möchten dabei sein? Klicken Sie bitte hier auf das Anmeldeformular.


Terminplanung Aktivitäten 2020

Datum
Art der Begegnung
verschoben
Mitgliederversammlung Europaverein im Stadthaus
09.05.2020
Europatag
fällt aus
Jubiläum 50 Jahre Stadtrecht Bargteheide
fällt aus
Delegation aus Bargteheide in Déville
fällt aus
Delegation aus Żmigród in Bargteheide


Aktuelle Information


Bitte beachten:

Aufgrund der derzeitigen Situation ist die Mitgliederversammlung des Europavereins Bargteheide auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Ein neuer Termin inkl. des Veranstaltungsortes wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Da zur Zeit nicht abzusehen ist, wann die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben sein werden, betrifft dies auch auch alle anderen Veranstaltungen und Aktivitäten des Europaverein. Die Fahrt nach Déville wird dieses Jahr nicht stattfinden, genauso werden wir im September keine Delegation aus Żmigród in Bargteheide empfangen.

Wir hoffen, dass wir 2021 die geplanten Aktivitäten fortsetzen können, wir halten Sie auf dem Laufenden. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Dankesschreiben Déville


Dankesschreiben der Vorsitzenden des commité de jumelage de Déville, Maud Mangane, auf die Grußbotschaft des Europavereins (sinngemäße Übersetzung):


Liebe Freunde,

ein großes und herzliches Dankeschön an Euch alle für Eure Ermutigungen. Auch wir denken oft an Euch.

Ich habe mir das Lied, dessen Text Ihr uns gesandt habt, angehört. Es ist sehr schön und gefühlvoll. Wenn wir nicht mehr eingesperrt sind, können wir langsam danach tanzen.

Ich bin in meinen Gedanken bei Euch und wünsche allen viel Glück.

Wir werden das schreckliche Virus besiegen. Habt Mut.

Eure Freundin Maud


Grußbotschaft an Déville und Żmigród


Liebe Freunde,

seit einigen Wochen leben wir in einer Zeit, die sich niemand von uns hätte je vorstellen können. Die Menschheit kämpft gegen einen gemeinsamen Feind, das Corona Virus. Es bedroht das Leben der Menschen, aber auch Errungenschaften der Menschheit, es bedroht Existenzen.

Gerade in dieser Situation ist es uns wichtig, uns unserer Verbundenheit bewusst zu sein, in Kontakt zu bleiben, zu sehen, wie es dem anderen geht.

Kanzlerin Merkel wie auch Präsident Macron haben die gegenwärtige Krise als die schwerste seit dem 2. Weltkrieg bezeichnet. Auch Präsident Duda sprach von einer ernsten Situation. Und alle Regierungen, in Deutschland, in Frankreich und in Polen unternehmen alles nur Mögliche, um die Menschen einigermaßen sicher durch diese Krise zu bekommen. Letzten Endes sind wir es, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, indem wir uns an die vorgegebenen Regeln halten, um deren Nutzen wir wissen.

Euch wie auch uns werden harte Entbehrungen auferlegt, unser kulturelles, gesellschaftliches, ja zum Teil auch unser wirtschaftliches Leben ist zum Erliegen gekommen. Es betrifft uns alle, ohne Ausnahme.

Für viele von uns entschleunigt sich das Leben, wir kommen wieder mehr zu uns selbst und fangen vielleicht auch an, alte Gewohnheiten zu hinterfragen. Andere aber, wie Ärzte, Pflegepersonal, alle, die die Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten müssen, arbeiten am Limit, riskieren angesteckt zu werden. In dieser Situation ist Solidarität gefragt, in der Familie, im Freundeskreis, in der Gesellschaft, zwischen den Staaten.

Wir freuen uns sehr, dass das Prinzip der Abschottung aufgeweicht und über die Staatsgrenzen hinweggeholfen wird, dass das Prinzip der Solidarität das des Egoismus verdrängt.

Niemand weiß, wann diese Krise vorbei sein wird; nur eins ist sicher: wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht. Doch wir tragen alle dazu bei, diesem unsichtbaren Feind entgegenzutreten, ihn zu besiegen.

In dieser Situation denken wir an euch, lesen die Nachrichten darüber, wie es bei euch weitergeht, sind bei euch. Und wir hoffen, dass, wenn diese Krise vorbei ist, etwas von dem bleibt, was uns in dieser Krise stark macht: Solidarität, Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit dafür, dass wir in einer Zeit leben, in der es möglich ist, durch die Wissenschaft, die medizinische Versorgung. aber auch durch vernünftige und verantwortungsbewusste Staatslenker, so eine Krise zu überwinden.

In Italien, dem wohl am stärksten betroffenen Land in Europa, versucht man, Isolation oder auch Depression durch gemeinsames Singen zu überwinden. In Straßenzügen versammeln sich Menschen auf den Balkonen und singen ein Lied. Welch schöne Geste in dieser Zeit. Könnten wir gemeinsam mit euch singen, wir wählten das folgende Lied. Entspricht doch der Text unseren Emotionen, unseren Hoffnungen in diesen Wochen.

When you walk through the storm
Hold your head up high and dont be afraid of the dark
At the end of the storm theres a golden sky
And the sweet silver song of a lark

Walk on through the wind
Walk on through the rain
For your dreams be tossed and blown
Walk on, Walk on
With hope in your heart
And you'll never walk alone
You'll never walk alone

Wir denken an euch, wir verfolgen, wie es bei euch weitergeht und wir freuen uns auf ein Wiedersehen in besseren Zeiten!

Mögen wir alle gut und möglichst unbeschädigt durch diese schwere Krise kommen.



Im Namen aller Mitglieder des Europavereins Bargteheide,

Hanne Walther (Text), Annika Lenz (Collage), Angelika Lemsky,
Martina Vollrath, Christof Leidner und Dirk Bodensiek


Die Grußbotschaft zum Herunterladen:

Grußbotschaft 2020 in Deutsch
Grußbotschaft 2020 in Französisch
Grußbotschaft 2020 in Polnisch